Werte

WERTE

 

GEBOTE:

Die Alte Sitte ist gemeinhin nicht das, was man als Offenbahrungsreligion bezeichnen kann, dennoch schließt sie göttliche Eingebungen und Visionen keinesfalls aus. Viele Anhänger unseres Glaubens lehnen Gebote ab, um sich vom Christentum und anderen Offenbahrungsreligionen abzugrenzen und um die vermeintliche Unverbindlichkeit ihres alternativen Glaubens zu betonen. Diese Einstellung halte ich für nicht angebracht, Gebote können auch in der Alten Sitte sehr sinnvoll sein und den Gläubigen an seine Pflichten erinnern und zu ihrer Einhaltung disziplinieren. Dies macht insbesondere bei der Absicht, nachhaltig und im Einklang mit der Natur zu leben, sehr viel Sinn.

So habe ich die neun Gebote der Natur erarbeitet, die zu befolgen für jeden naturreligiösen Menschen selbstverständlich sein sollte. Für alle anderen Menschen können sie zumindest ein intensives Nachdenken und freiwilliges Befolgen wert sein. Sinn dieser 9 Gebote ist nicht Dogmatismus, sondern den Weg zurück zu einem nachhaltigen Leben im Einklang mit der Natur zu finden, denn nur das kann die Grundlage unseres Glaubens und unseres Lebens in der Zukunft sein.

 

1. Gebot: Erkenne die Natur als bestimmende und unabdingbare Kraft in Deinem Leben an.


2. Gebot: Schütze die Natur und halte ihr Antlitz in Ehren.


3. Gebot: Lerne die Natur, in der Du lebst, so genau wie möglich kennen.


4. Gebot: Verbringe Deine Freizeit in der Natur, um dort Ruhe und Erholung zu finden.


5. Gebot: Töte Tiere und Pflanzen nur wenn es Deinem Überleben oder als Opfer für die Götter dient.


6. Gebot: Vermehre Dich nur soweit, das die Natur Deine Nachkommen ernähren kann, ohne dabei Schaden zu nehmen und Lebensgrundlagen einzubüßen.


7. Gebot: Entnehme niemals etwas der Natur, daß dort anschließend unwiderbringlich verloren wäre.


8. Gebot: Erkenne, daß alles in der Natur sterblich ist und lerne daraus den Wert des Lebens zu schätzen.


9. Gebot: Nutze die freie, unberührte Natur niemals dazu, um Profit aus ihr zu schlagen.

  

 

WERTE: An dieser Stelle folgen meine persönlichen Meinungen zu bestimmten Themen. Zumeist schreibe ich hier etwas zu Themen, die mich gerade reizen. Reizen ist dabei durchaus im Sinne von gereizt und genervt zu verstehen. Es handelt sich also um Themen, die für mich persönlich und im Zusammenhang mit der Alten Sitte brisant sind.

 

1. Heimat: Der Begriff Heimat hat für mich als Naturgläubiger einen sehr hohen Stellenwert. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Da die Alte Sitte ein Naturglauben ist und man in Abhängigkeit der regionalen Natur leben möchte, gehört es unabdingbar zu dieser Einstellung, die nähere Umgebung bis ins Detail zu kennen. Man muß schon alle Wälder, Felder und Seen im Umkreis von 20-30 Kilometern kennen, um die notwendigen Pflanzen, Kräuter und Tiere zu finden, durch die man sich zumindest teilweise selbstversorgen kann.

Das in der Alten Sitte die Ahnenverehrung und eine Wiederbelegung ihrer Traditionen und Lebensweise ebenfalls eine große Rolle spielt, ist ein weiterer Grund für die möglichst genaue Kenntnis der Heimat. In den Zeiten der Ahnen, vor der Zivilisation, wurde deren Leben ausschließlich durch die regionalen Gegebenheiten bestimmt. So war eine Ansiedlung und ein Überleben nicht möglich, wenn es im Umkreis der geplanten Ansiedlung keine Quelle, oder sonst eine Möglichkeit zum Bezug von Trinkwasser gab. Wenn ich nun ein Leben im Einklang mit der Natur und nach dem Vorbild der Ahnen anstrebe, muß ich meine Heimat dafür genau kennenlernen und sie lieben.

Zur Heimatkunde gehört natürlich auch das Wissen über alte Kult- und Ritualplätze der Ahnen. Diese Orte wurden von den Ahnen nicht durch Zufall auserwählt, sondern dort eingerichtet, wo sich die Götter durch die Kräfte der Natur besonders intensiv und eindrucksvoll zeigen. An diesem Plätzen kann man den Göttern auch heute noch bedeutend näher kommen, als an irgend einem beliebigen Ort. Außerdem haben es diese heiligen Plätze nach über 1000 Jahren Diktatur durch das Christentum verdient, daß an Ihnen wieder gefeiert und den Göttern geopfert wird. Der Kult um die alten Plätze schließt aber natürlich die Einrichtung neuer heiliger Plätze nicht aus.

Heimat-Definition: Meine Heimat ist für mich die Gegend, nach der ich Heimweh bekäme wenn ich sie verlassen müßte.

Ganz wichtig für ein Heimatgefühl ist für mich der Aspekt Sprache. Als in der 5.Schulklasse der Englischunterricht begann, war ich zwecks guter Noten gezwungen mitzumachen und ich bin heute froh Englisch zu können. Dennoch fühlte ich mich immer unwohl dabei, eine andere Sprache sprechen zu müssen. Schlimmer als bei Englisch habe ich das in späteren Schuljahren bei Französisch und Spanisch gefühlt (sind ja im Gegensatz zu Englisch auch keine germanischen Sprachen). Meine Heimat im weitesten Sinne sind also alle Gebiete, in denen Deutsch gesprochen wird.

Zur Heimat im engeren Sinne ist das Osnabrücker Land für mich geworden. Geboren wurde ich in Oldenburg in Niedersachen, aufgewachsen bin ich in Ostfriesland. Dort habe ich mich aber niemals heimisch gefühlt; der Begriff Heimat hat für mich daher auch erst eine Bedeutung und einen Wert bekommen, nachdem ich diese Gegend verließ. Die meisten Menschen in Ostfriesland haben einen Charakter, der zu meinem nicht wirklich passte. Als schon immer alternativ eingestellter Mensch wurde ich dort einfach nicht verstanden und nicht akzeptiert. Genau an dieser Stelle bin ich neben der Sprache beim zweiten Punkt, der für mich zur Definition eines Heimatgefühls entscheidend ist: Die Menschen, das Volk, der Stamm!

Solange ich mich nicht zum Einsiedler mache, werde ich mit den Menschen in meiner Heimat auskommen und leben müssen, wenn sich dabei keine weitgehende charakterliche und kulturelle Übereinstimmung ergibt, wird nur schwerlich ein Heimatgefühl aufkommen können.

Das Osnabrücker Land habe ich mir bewußt ausgesucht, weil ich die Landschaft mag, die Natur, die Menschen, die Kultur und seine Geschichte. Im Osnabrücker Land habe ich die zu mir passende Heimat gefunden und je besser ich diese Heimat kennenlerne, desto mehr liebe ich sie.

Heimattreue: Dem Osnabrücker Land bin ich nun schon über 16 Jahre treu. Heimattreue gehört für mich zu einem der wichtigsten Werten in der Alten Sitte. Das heißt für mich aber nicht nur, mein Leben lang in dieser Region zu bleiben und hier zu sterben, sondern diese Region kaum zu verlassen.

Der moderne Mensch hat in den letzten Jahrzehnten ein entartetes (böses Wort, hier aber zutreffend) Verhältnis zu dem Ort bekommen, an dem sein Leben stattfindet. Mobilität heißt das vermeintliche Zauberwort der heutigen Gesellschaft. Man wohnt an einem Ort, der häufig 10-100 Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt ist, verbringt jeden Tag Stunden seines Lebens im Verkehr, produziert dabei Abgase und vergiftet die Umwelt, setzt sich auf der Straße ständiger Lebensgefahr aus und gibt dafür auch noch einen beachtlichen Teil des mühsam verdienten Geldes aus. Anstatt sich in der Heimat und in ihren Wäldern, Feldern und Seen zu erholen, wird heutzutage viel Geld ausgegeben und erneut die Umwelt belastet, um auf die Malediven, nach Bali, Tibet oder sonstwohin zu fliegen. Bereits die Werbung suggeriert, daß es vor allem für junge Leute peinlich ist, seinen Urlaub im Harz oder im Scharzwald zu verbringen.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine Begebenheit aus meiner Kindheit. Gut weiß ich noch, wie wir im Sommer 1982 mit der Familie und der Yacht meiner Eltern auf dem Anhänger aus dem Urlaub an der Dalmatinischen Küste zurückkehrten. Im Oldenburger Land parkten wir so auf dem Hof eines Bauern, um dort einen großen Sack Kartoffeln zu kaufen. Bauer und Bäuerin, die in ihrem Leben wohl kaum weiter als ins nahe Oldenburg gekommen waren, bestaunten uns und unser Gefährt und ich hörte die Bäuerin sagen: "Ach, was ist das für ein Kartoffelleben!" Diese Situation war mir selbst im Alter von nur 9 Jahren zutiefst peinlich und obwohl ich die häufigen Reisen mit der Familie genoß, verspürte ich Ehrfurcht und Respekt vor dem offensichtlich kargen und einfachen Leben dieser Bauern und ihrer nicht ganz freiwilligen Heimattreue. Zugleich empfand ich Scham für unseren verschwenderischen Lebensstil, der diesen Leuten gegenüber auch noch eine vermeintliche Normalität suggierte. Die Reaktionen meiner Eltern auf den Satz der Bäuerin hingegen waren nur voller Bedauern für die einfachen Verhältnisse.

Aus heutiger Sicht empfinde ich das Leben der Bauern als normaler und ehrenhafter. Welch ein Egoismus und was für eine Rücksichtslosigkeit diesen Menschen und der Umwelt gegenüber, einen PKW und einen 2 Tonnen-Anhänger mit Boot von der Nordseeküste durch halb Europa zu kutschieren und sich so zu präsentieren und statt Respekt nur Bedauern zu empfinden!?

Wenn man mal gezielt beginnt, die eigene Heimat zu erforschen, wird man schnell feststellen, daß es viel mehr zu entdecken gibt, als die Meisten überhaupt erahnen. Das eben beschriebene Verhalten der modernen Gesellschaft steht dabei in krassem Gegensatz zur natürlichen Bestimmung des Menschen. Mit einem naturverbundenen Leben ist dieses Verhalten keinesfalls vereinbar. Der Mensch sollte sich nur in dem Umkreis bewegen, den er in der Lage ist durch Muskelkraft, also zu Fuß oder mit dem Fahrrad, zu erreichen. Kaum einer der bequem gewordenen Autofahrer weiß wie weit das sein kann. Eine Strecke von 75 Kilometern ist bei entsprechendem Training mit dem Fahrrad täglich durchaus zu meistern. Mit etwas Zeit im Gepäck kann also nachwievor überregional gereist werden. Der größte Gott und zugleich die größte Geißel ist dem Menschen der heutigen Zeit leider das Automobil. Auf dieses verzichte ich nicht nur aus finanziellen Gründen ganz bewußt. Als Fazit zum Thema Heimattreue und Mobilität möchte ich folgende These stehen lassen:

"Es gibt kein Menschenrecht auf Fernreisen!" (Sunnhild)

 

 

2. Homosexualität: Die Alte Sitte ist für mich eine neue Religion für die heutige Zeit und für die Zukunft, deren Basis im Glauben und Leben der germanischen Ahnen liegt. Das heißt für mich aber nicht, daß ich alles von damals 1:1 übernehmen muß. Damals wurde Homosexualität als "arg" angesehen, d.h. sie wurde als ungutes, unheilbringendes Verhalten eingestuft. Mythologisch gesehen steht die gleichgeschlechtliche Liebe im Zusammenhang mit dem Gott Loki, der als zwielichter Unheilbringer bekannt ist.

Leider gibt es in heidnischen, naturgläubigen Kreisen einige Menschen, die der Meinung sind, Homosexualität wäre etwas abnormes, daß in der Natur nicht vorkäme und daher verboten oder bestraft gehört. Mit solchen Äußerungen zeigen diese Leute lediglich, daß sie von der Natur, mit der sie alles begründen, weniger Kenntnisse haben, als sie glauben. Zu einem bestimmten Grad kommt Homosexualität auch bei Tieren in der Natur vor und dient dort dem sozialen Zusammenhalt in Rudeln und Gruppen in Situationen, wo gleichgeschlechtliche Tiere gegenseitige Unterstützung brauchen. Warum sollte es beim Menschen nicht so sein dürfen?

Bedenklich finde ich im Zusammenhang mit Themen wie Homosexualität das durch die Medien geförderte Schubladendenken. Für das Gefährlichste halte ich es, Triebe zu unterdrücken, denn dann stauen sie sich im Menschen über Jahre auf und bahnen sich bei manchen nach langer Zeit unkontrolliert ihren Weg nach außen. Durch sowas werden dann Kinder geschändet, Frauen vergewaltigt, entführt, getötet, etc. In den Berichten dazu in den Medien hört man dann später von Nachbarn und Angehörigen so Sätze wie: Dabei war der doch immer so ein unauffälliger, zurückhaltender Mensch....!

Nicht selten hört man das Homosexualität bei Anhängern ahnenverehrender Naturreligionen deshalb als kritisch angesehen wird, weil ein homosexueller Nachkomme die Ahnenlinie nicht fortführen kann. Auf den ersten Blick sind diese Bedenken zutreffend, denn wer einen homosexuellen Nachkommen hat, steht tatsächlich vor dem absehbaren Ende der Ahnen- und Familienlinie. Was dagegen hilft ist eine stattliche Anzahl von Kindern, denn es ist kaum davon auszugehen, daß diese sich allesamt homosexuell orientieren. Sollte dieser Fall tatsächlich einmal eintreten, oder nur ein (homosexueller) Nachkomme möglich sein, so würde ich es Schicksal nennen und dem Wirken der drei Nornen zuschreiben. Bei einer größeren Anzahl von Kindern sollte es einem hingegen recht egal sein, wenn eines davon homosexueller Neigung ist.

Also lebt Eure Triebe und Gelüste vernünftig aus, egal ob Ihr naturgläubig seit oder nicht. Ich kann vieles an der heutigen Gesellschaft nicht leiden, aber die sexuelle Freiheit, die man heute hat schätze ich sehr und halte sie aus oben genannten Gründen für wertvoll und wichtig.

 

3. Alte Sitte unpolitisch!:  Manchmal taucht in verschiedenen Internetoren die Frage nach politischer Betätigung, oder sogar nach der Gründung einer Partei für die Alte Sitte auf. Ich bin der Meinung das wir als heutige Germanen nicht politisch aktiv sein müssen und sollten. Man verschwendet durch politische Betätigung nur Zeit und Kräfte, die man bei einer, dem Glauben entsprechenden Lebensgestaltung besser verwenden kann. Politik hat bei weitem nicht die Macht, die sie ständig suggeriert. Viel mehr Macht hat jeder einzelne durch seinen eigenen Willen, wie er sein Leben gestalten kann und möchte, was obendrein die Politik wiederrum etwas unwichtiger macht. Eine aktive politische Betätigung im heute üblichen Parteiensystem würde mehr von einem naturverbundenen und religiösen Leben abhalten, als das sie dem Gläubigen und der Gemeinschaft Vorteile brächte.

Welche Partei paßt zur Alten Sitte?: Selbst wenn man als Asatruar, ebenso wie ich es halte, keiner Partei angehören möchte, so stellt man sich vor Wahlen doch zwangsläufig die Frage, welche Partei man wählen kann. Fällt einem heutzutage eine Wahlentscheidung ohnehin schon sehr schwer, so wird diese Entscheidung noch schwerer, wenn man sie mit seinem Glauben in Einklang bringen möchte.

Es ist hier auch nicht meine Absicht, eine Wahlempfehlung für Asatruar zu geben. Diese Entscheidung muß letztendlich jeder für sich treffen. Dennoch halte ich es für sinnvoll, meine Gedanken zu dieser Frage darzustellen, um andere dazu zu bewegen, sich mit ihren persönlichen Meinungen und Einstellungen selber Gedanken zu machen, wie sie ihren Glauben mit der Politik und dem eigenen Wahlverhalten in Einklang bringen können. Die politischen Ziele, die mir am wichtigsten sind und die für meine Wahlentscheidung am schwersten wiegen sind: Umweltschutz, Globalisierungskritik, Familienpolitik, die Wahrung des Sozialstaats und der Demokratischen Grundordnung

 

4. Naturphobie:  -in Vorbereitung

 

5. Gesellschaftskritik:  -in Vorbereitung Als Asatruar leben wir leider in einer Gesellschaft, die nicht im geringsten zu unserem Glauben passt. Im Privaten kann man als Asatruar so einiges machen, aber draußen stösst man sich ständig an der Gesellschaft, die gegensätzlich zu den Glaubensinhalten ist.

 

 

 

 

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 09.12.2011

 

 

 

 

 

und so verhindert das herrschende wirtschaftssystem das man aus ihm ausbrechen kann. und dann wird immer von freiheit und demokratie geredet. das ich nicht lache, ich habe sogar den eindruck das wir in unserem system heute unfreier sind, als die menschen es in sämtlichen diktaturen zuvor waren. man kann zwar sagen was man will, aber es nützt nichts.