8.Ahnenfest

8. AHNENFEST

 

Zeitpunkt: Das Ahnenfest ist eines der vier Mondfeste des Jahres. In Kontinuität mit den drei vorherigen Mondfesten kann man es ebenso wie diese bei Vollmond feiern. In diesem Fall ist es der zweite Vollmond nach der Herbst Tag- und Nachtgleiche.

 

Bedeutung: Wie eben bereits kurz angeklungen, geht es bei diesem Fest um den Tod in all seinen Bedeutungsebenen. Zunächst einmal dankt man den Göttern ein letztes Mal für den Ertrag von Ernte- und Sammelgut, bevor in der Natur alles vorrübergehend abstirbt und bis zum nächsten Frühjahr nichts Eßbares mehr zu finden ist, bzw. im Winter nichts gedeiht.

Da der Ablauf der nordischen Mythologie im übertragenen Sinne dem Verlauf des Jahreskreises folgt, spiegelt das Ahnenfest auch den endgültigen Abstieg Balders in das Totenreich Hel und den Weltuntergang (Ragnarök) wieder. Zu diesem Anlaß gedenken wird unseren verstorbenen Ahnen, sowie den betroffenen Göttern und Personen aus unserer Mythologie, also Balder, den Einherjern, Heimdall, Wodan, etc. Mit dem Ahnenfest beginnt im germanischen Jahreskreis der Winter.

 

RITUALVORBEREITUNG

 

1. Waschen: Ein Heiligtum, bzw. ein Festplatz darf nur gewaschen, rasiert und in sauberer und ordentlicher Bekleidung betreten werden, denn im Heiligtum trifft man sich mit den Göttern. Der Respekt den Göttern gegenüber macht es selbstverständlich, ihnen nicht wie ein Lump gegenüber zu treten und sich zuvor zu pflegen. Neben dem Respekt und der Höflichkeit gegenüber den Göttern hat das Waschen aber auch einen direkten spirituellen Aspekt, der für das Gelingen eines Rituals von großer Bedeutung ist.

Mit dem Waschen entfernt man nicht nur Schmutz im materiellen Sinne vom eigenen Körper, sondern ein Bad reinigt auch Geist und Seele. Wohl jeder kennt die entspannende und befreiende Wirkung eines warmen und gemütlichen Bades. Danach fühlt man sich von Streß und den Problemen des Alltags befreit und gelöst. Eben jene entspannte und befreite Stimmung ist die Vorraussetzung, um mit Göttern und Geistern beim Ritual in positiven Kontakt zu treten. Ein Bad vor dem Ritual ist also Pflicht und nicht nur für den Goden, der das Ritual leitet, sondern für alle Festteilnehmer.

 

2. Wanderung zum Heiligtum: Die Festgesellschaft trifft sich an einem verabredeten Treffpunkt und wandert gemeinsam zum Heiligtum. Die Wanderung dient der Einstimmung auf das folgende Ritual und zur Einkehr innerer Ruhe. Sehr unterstützend, wenn auch nicht zwingend notwendig, ist dabei das Verräuchern von Kräutern und Zauberpflanzen. Dazu trägt der vorrausgehende Gode eine entzündete Räucherschale mit den passenden Kräutern. Psychoaktiv wirkende Zauberpflanzen finden an dieser Stelle ebenfalls eine passende Verwendung. Beim Betreten des Heiligtums spricht jeder Teilnehmer das kurze Gebet:

Heil Asen, heil Asinnen und allen hochheiligen Göttern!

 

3. Schmücken der Altars: Nach dem Betreten des Heiligtums packen die Festteilnehmer ihre mitgebrachten Opfergaben aus und legen sie auf den Altar. Die Opfergaben werden optisch ansprechend verteilt und dazwischen Kerzen und Teelichter entzündet. Als Opfergaben geeignet sind natürliche und der Jahreszeit entsprechende Dinge. Zum Lichterfest passen

 

 

RITUAL

 

1. Hornsignal: Der Gode steht im Norden des Heiligtums und blickt nach Süden zur Festgesellschaft. Er bläst dreimal das Horn und bittet um Ruhe und Aufmerksamkeit:

Ich gebiete Ruhe in Allvaters Versammlung!

 

2. Begrüßungsgebet: Die Festgesellschaft spricht zur weiteren Einstimmung zusammen mit dem Goden folgendes Begrüßungsgebet:

(Strophen 3 und 4 aus dem Sigdrifumal der Lieder Edda)

Heil Dir Tag, heil euch Tagessöhnen, heil Dir Nacht und nährende Erde.

Mit unzorngen Augen schaut auf uns und gebt uns sitzenden Sieg.

Heil Euch Asen, heil Euch Asinnen, heil dir fruchtbares Feld!

Wort und Weisheit gewährt uns edeln und immer heilende Hände!

 

3. Anrufen der Naturelemente: Der Gode ruft in Richtung der dazugehörigen Himmelsrichtungen die vier Elemente des Lebens an. Diese vier Elemente sind Erde, Luft, Feuer und Wasser und werden in der germanischen Mythologie durch vier Zwerge mit den Namen Nordri, Austri, Sudri und Vestri personifiziert. Jedes Element und seine Kräfte werden mit einem zugehörigen Spruch gerufen und zum Fest eingeladen. Als Grundlage allen Lebens gehören die Elemente und ihre Kräfte unabdingbar zu einem naturreligiösen Ritual und sollen dabei ihre Kräfte entfalten; d.h. sie sollen auf die Ritualteilnehmer und auf die umgebende Natur positiv rückwirken.

Norden (Erde): Heil Nordri, Wächter des Nordens! Heil, Kräfte der Erde, die sich erneuert haben und neues Leben gebaren. Wir rufen Euch und laden euch ein zu unserem Fest!

Osten (Luft): Heil Austri, Wächter des Ostens! Heil, Kräfte der Luft, die lau und milde den Frost bezwangen. Wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest!

Süden (Feuer): Heil Sudri, Wächter des Südens! Heil, Kräfte des Feuers, das mit neuer Kraft Licht und Wärme brachte. Wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest!

Westen (Wasser): Heil Vestri, Wächter des Westens! Heil, Kräfte des Wassers, daß frei vom Eis neues Leben hervorbringt. Wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest!

Zentrum: Heil, ihr guten Kräfte von Erde, Luft, Feuer und Wasser. Kräfte des göttlichen um uns und in uns, die alles durchdringen. Wir rufen Euch und laden Euch ein zu unserem Fest. Erfüllt uns mit Euren Gaben, mit Weisheit und Stärke und mit dem Segen der Götter, Heya!

 

4. Anrufungen der Götter: Die Götter werden vom Goden angerufen und zum Fest eingeladen, damit sie mit ihren Kräften im Heiligtum zugegen sind. Das ist die Vorraussetzung dafür, das sie ihre Opfergaben entgegennehmen und auf Bitten und Fragen der Menschen eingehen können.

Der Gode geht im Sonnenlauf (Uhrzeigersinn) vom Altar im Norden des Heiligtums an den südlichsten Punkt und nennt den Gott Ziu, während er zum Nordhimmel schaut. Anschließend geht er weiter, bis er im Osten ankommt und nach Osten blickend mit Donar den ersten Gott anzuruft und geht bei jeder Gottheit ein Stück weiter. Wenn er Widar anruft, sollte er wieder im Osten angekommen sein. Von dort geht er weiter in den Süden und spricht nach Norden auf die Erde schauend den letzten Satz der Götteranrufungen. Zuletzt geht der Gode zurück zum Altar im Norden des Heiligtums, das er somit dreimal umrundet hat. Mit diesem Ritual werden nicht nur die Götter angerufen, sondern auch ein Schutzkreis um das Heiligtum gelegt.

(Ableitung aus dem Grimnismal der Lieder Edda)

Ich rufe Donar in Bilskirnir, seinem Palast mit den 540 Gemächern.

Ich rufe Uller in Eibental, wo er seinen Saal erbaut hat.

Ich rufe die heitern Götter in Walaskialf, wo Wodan seinen Thron hat.

Ich rufe Frigg in Kleinodheim, mit Wodan trinkt sie alle Tage da selig aus goldnen Schalen.

Ich rufe Wodan in Gladsheim, in Walhalls weiter Halle.

Ich rufe Skadi in Thyrmheim, die dort ihres Vaters alte Veste bewohnt.

Ich rufe Balder in Breitglanz, die Gegend wo ich Greuel am wenigsten lauern weiß.

Ich rufe Heimdall in Himmelsburg, der Wächter der Götter tinkt in wonnigem Hause süßen Met.

Ich rufe Freyja in Folkwang, dort wählt sie täglich der Wallstatt andre Hälfte.

Ich rufe Forseti in Glastheim, wo er thront und allen Streit schlichtet.

Ich rufe Njörd in Noatun, ohne Mein und Makel waltet er des hohen Hauses.

Ich rufe Widar in seinen Land Widi, da ist der Sohn den Vater zu rächen bereit.

Ihr hochheiligen Götter in Euren Häusern ich habe Euch gerufen, nun schaut heute her in diesen Opferwald und seit zugegen bei unserem heiligen Fest!

 

5. Feuerentzünden:

(Aus den Strophen 56 und 67 des Hâvamâl der Lieder-Edda)

Brand entbrennt an Brand, bis er zu Ende brennt, Flamme belebt sich an Flamme. Feuer ist das beste dem Erdgebornen und der Sonne Schein. Donar weihe diese

 

 

6. Festrede / Edda-Teil:

Aus der Prosa-Edda in der Übersetzung von Karl Simrock / Gylfaginning - Gylfis Visionen:

51. Da sprach Gangleri: Was für Dinge sind zu sagen von der Götterdämmerung? Ich hörte dessen nie zuvor erwähnen. Har antwortete: Davon sind viele und wichtige Dinge zu sagen. Zum ersten, daß ein Winter kommen wird, Fimbulwinter genannt. Da stöbert Schnee von allen Seiten, da ist der Frost groß und sind die Winde scharf, und die Sonne hat ihre Kraft verloren. Dieser Winter kommt dreimal nacheinander und kein Sommer dazwischen. Zuvor aber kommen drei andere Jahre, da die Welt mit schweren Kriegen erfüllt sein wird. Da werden sich Brüder aus Habgier ums Leben bringen und der Sohn des Vaters, der Vater des Sohnes nicht schonen. So heißt es in der Völuspa:

Brüder befehden sich und fällen einander,
 Geschwisterte sieht man die Sippe brechen.
 Unerhörtes ereignet sich, großer Ehbruch.
 Beilalter, Schwertalter, wo Schilde klaffen,
 Windzeit, Wolfszeit eh die Welt zerstürzt.
 Der eine achtet des andern nicht mehr.

Da geschieht es, was am schrecklichsten dünken wird: daß der Wolf die Sonne verschlingt - den Menschen zu großem Unheil. Der andere Wolf wird den Mond packen und so auch großen Schaden tun und die Sterne werden vom Himmel fallen. Da wird sich auch ereignen, daß die Erde so bebt und alle Berge, daß die Bäume entwurzelt werden, die Berge zusammenstürzen und alle Ketten und Bande brechen und reißen. Da wird der Fenriswolf los und das Meer überflutet das Land, weil die Midgardschlange wieder Jotenmut annimmt und das Land sucht. Da wird auch Naglfar flott, das Schiff, das so heißt und aus Nägeln der Toten gemacht ist, weshalb wohl die Warnung am Ort ist, daß, wenn ein Mensch stirbt, ihm die Nägel nicht unbeschnitten bleiben, womit der Bau des Schiffes Naglfar beschleunigt wurde, den doch Götter und Menschen verspätet wünschen.

Bei dieser Überschwemmung aber wird Naglfar flott. Hrym heißt der Riese, der Naglfar steuert. Der Fenriswolf fährt mit klaffendem Rachen umher, daß sein Oberkiefer den Himmel, der Unterkiefer die Erde berührt, und wäre Raum dazu, er wurde ihn noch weiter aufsperren. Feuer glüht ihm aus Augen und Nasen. Die Midgardschlange speit Gift aus, daß Luft und Meer entzündet werden; entsetzlich ist ihr Anblick, wenn sie dem Wolf zur Seite kämpft. Von diesem Lärmen birst der Himmel: da kommen Muspels Söhne hervorgeritten. Surtur fährt an ihrer Spitze, vor ihm und hinter ihm glühendes Feuer. Sein Schwert ist wunderscharf und glänzt heller als die Sonne. Als sie über die Brücke Bifröst reiten, zerbricht sie, wie vorhin gesagt wurde. Da ziehen Muspels Söhne nach der Ebene, die Wigrid heißt; dahin kommt auch der Fenriswolf und die Midgardschlange, und auch Loki wird dort sein und Hrym und mit ihm alle Hrimthursen. Mit Loki ist Hels ganzes Gefolge und Muspels Söhne haben ihre eigene glänzende Schlachtordnung.

Die Ebene Wigrid ist hundert Rasten breit nach allen Seiten. Und wenn sich diese Dinge begeben, erhebt sich Heimdall und stößt aus aller Kraft ins Giallarhorn und weckt alle Götter, die dann Rat halten. Da reitet Wodan zu Mimirs Brunnen und holt Rat von Mimir für sich und sein Gefolge. Die Esche Yggdrasil bebt und alles erschrickt im Himmel und auf Erden. Die Asen wappnen sich zum Kampf und alle Einherjer eilen zur Walstatt. Zuvorderst reitet Wodan mit dem Goldhelm, dem schönen Harnisch und dem Spieß, der Gungnir heißt. So eilt er dem Fenriswolf entgegen, und Donar schreitet an seiner Seite, mag ihm aber wenig helfen, denn er hat vollauf zu tun, mit der Midgardschlange zu kämpfen. Freyr streitet wider Surtur und kämpfen sie ein hartes Treffen bis Freyr erliegt, und das wird sein Tod, daß er sein gutes Schwert vermißt, das er dem Skirnir gab.

Inzwischen ist auch Garm, der Hund, losgeworden, der vor der Gnipahöhle gefesselt lag: das gibt das größte Unheil, da er mit Tyr kämpft und einer den anderen zu Fall bringt. Dem Donar gelingt es, die Midgardschlange zu töten; aber kaum ist er neun Schritte davongegangen, so fällt er tot zur Erde von dem Gift, das der Wurm auf ihn gespien hat. Der Wolf verschlingt Wodan und das wird sein Tod. Alsbald kehrt sich Widar gegen den Wolf und setzt ihm den Fuß in den Unterkiefer. An diesem Fuß hat er den Schuh, zu dem man alle Zeiten hindurch sammelt, die Lederstreifen nämlich, welche die Menschen von ihren Schuhen schneiden, wo die Zehen und Fersen sitzen. Darum soll diese Streifen ein jeder wegwerfen, der darauf bedacht ist, den Asen zu Hilfe zu kommen. Mit der Hand greift Widar dem Wolf nach dem Oberkiefer und reißt ihm den Rachen entzwei und das wird des Wolfes Tod. Loki kämpft mit Heimdall und einer erschlägt den anderen. Darauf schleudert Surtur Feuer über die Erde und verbrennt die ganze Welt.

 

7. Runengesang: Am Runengesang sollte im Idealfall die gesamte Gruppe anwesender Personen teilnehmen, denn so lässt sich am besten eine Gruppendynamik und ein Zusammengehörigkeitsgefühl aufbauen. Es werden die drei, speziell zu diesem Fest gehörenden Runen in ihrer Bedeutung vorgestellt, angerufen und anschließend mit zahlreichen Wiederholungen gesungen. Zum Ahnenfest und seiner Bedeutung gehören folgende Runen:

Wunjo: Als Symbol für unsere Sippe, die Vereinigung Liebender und eine glückliche Seele als Fundament für Freundschaft, singen wir die Rune Wunjo.

Hagalaz: Als Symbol für Heil und Zerstörung, Kommen und Gehen, Ende und Neuanfang, Leben und Tod in diesem Jahreskreis, singen wir die Rune Hagalaz.

Naudhiz: Naudhiz, Rune des Schicksals, gebe uns die Kraft Elend, Not und negatives Schicksal zu überwinden und unbelastet in den nächsten Jahreskreis einzutreten.

 

8. Opferweihe:

Opfer/Horn: Donar, segne diese Opfergaben und dieses Horn und nimm sie unter Deinen Schutz. Wer beim Trinken Gutes denkt, der bekomme Deine Hilfe. Wer beim Trinken böses denkt, den Treffe Dein Hammer. Wer das Horn entweiht, den treffe Deine Faust. So möge es sein! Solange man noch nüchtern ist, denkt man oft noch das Schlechte, nachdem man Met getrunken hat, erkennt man schon das Rechte. Ihr Götter der Asen und Wanen, gebt nun Euren Segen in unseren Met, so wollen wir ehren die Ahnen und das Ihr uns Feiern seht.

Donar, Donnergott, höre was ich hier erbitte. Wehe mit Macht gemäß uralter Sitte Opfergaben, die wir gern den Göttern geben. Heil soll unser Leben durchweben. Gabe um Gabe, so soll es geschehen, ehe die Götter und Menschen im Ragnarök vergehen.

 

9. Blot: Folgende Götter sind für dieses Fest von besonderer Bedeutung. Sie werden einzeln mit den hier notierten Sätzen angerufen und erhalten die angegebenen Opfergaben:

 

 

 

 

10. Opfermahl:

 

 

11. Götterbefragung:

 

 

12. Ausleitung:

(Strophe 165 aus dem Hâvamâl der Lieder-Edda)

Des Hohen Lied ist gesungen in des hohen Halle. Den Erdensöhnen Not, unnütz den Riesensöhnen. Wohl ihm der es kann, wohl ihm der es kennt, lange lebt der es erlernt. Heil allen die es hören.

Der Ring ist gelöst, die Gemeinschaft besteht. Heil denn fahre, heil denn kehre, Heil dir auf deinen Wegen!

(Strophe 4 aus dem Vafthrudnismal der Lieder-Edda)

 

-dreifaches Hornsignal

 

 

Bräuche:

1. Laternenumzug:

 

 

Musikempfehlung:

1. Orplid - Geheiligt sei der Toten Name

2. Darkwood - Notwendfeuer

 

Fotos vom Fest:

 

 

 

 

 

 

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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 29.09.2013

 

 

 

 

Wodan, Wodan, Wodan!

Göttervater, Reiter des achthufigen Rosses Sleipnir, Träger des immer treffenden Speeres Gungnir, Anführer der wilden Jagd und grauer Wanderer in Midgard; wir rufen Dich und erbitten Deine Anwesenheit bei unserem heiligen Fest.

 

Ich danke Dir, daß Du mir in den letzten Wochen und Monaten mit Deiner Götterkraft allseits zur Seite standest und mir neue Wege und Welten zeigtest. Du gabst mir bereitwillig von Deiner Kraft und Deinem Wissen...

 

 

 

Wodan, Wodan, Wodan!

 

Frigg, Frigg, Frigg!

Fürstliche Göttin, Göttermutter, Du, die Kenntnis der Zukunft hat, Beschützerin der Familien, Bringerin des Kindersegens, Herrin aller Haushalte, Du, die oft unbemerkt durch Midgard zieht. Wir heißen Dich Willkommen bei unserem heiligen Fest, Heil Dir, Frigg.

Möge Deine Güte und Deine schützende Hand auch im nächsten Jahr in unserem Haus zu Heil uns gereichen. Mögen eilende Falken Dir jeden Gram zutragen, damit Du uns beistehen kannst, hab Dank!

 

Frigg, Frigg, Frigg!

 

Donar, Donar, Donar!

Heil Dir, stärkster aller Götter, Beschützer der Bauern, Arbeiter und Knechte, Riesenbezwinger, Besitzer des Zermalmers Mjöllnir, Herr der Weihungen; wir rufen Dich und erbitten Deine Anwesenheit bei unserem heiligen Fest.

-Schutz der Ernte, Schutz vor Unwettern bei Aufenthalten in der Natur, evt. Persönliches-

Donar, Donar, Donar!

 

Heimdall, Heimdall, Heimdall!

Wächter der Brücke Bifröst, weiser Gott, Träger des Gjallarhorns, Lichtgott, wir rufen Dich und erbitten Deine Anwesenheit bei unserem heiligen Fest.

Heimdall, Heimdall, Heimdall!

 

Ahnen:

Geheiligt sei der Toten Name

für ihren gottgewollten Opfergang.

So stehen wir hier und ehren unsre Ahnen

die wir selber einmal werden sein.

Heil unseren Ahnen, den heiligen Müttern und Vätern unserer Sippen. Ihr habt die Erde bebaut, die wir von Euch geerbt haben, und unser Land reich und fruchtbar erhalten, zum Heil aller zukünftigen Generationen. Nicht Zerstörer wart ihr, sondern Bewahrer der Erde, die Gabe mit Gabe vergalten. Dies war Euer Heil und Eure Ehre. Uns ist es Erbe und heilige Pflicht. Laßt uns Eure Ehre bewahren, dmait wir teilhaben an Eurem Heil und Euer Stamm blühe, solange die Welt besteht. Heil den Ahnen, wir danken Euch!

 

Freyja, Freyja, Freyja!

Heil Dir, Njörds Tochter, Freys Schwester, Ods Frau, Mutter der Hnoss und der Gorsemi, Eigentümerin fallender Krieger, des Brisingamenhalsbanddes. Vanengöttin, Vanadis, tränenschöne Göttin, Liebesgöttin, wir rufen Dich und erbitten Deine Anwesenheit bei unserem heiligen Fest.

Freyja, Freyja, Freyja!

 

Disenopfer:

Die Disen bitte, die Bräute des Himmels,

Dir holdes Herz zu hegen;

Deinen Wünschen werden sie in kommenden Wochen

Alles zu Liebe lenken.

Wollts, ihr hilft mir, wilde Wallstattgeister.